| 27.12.2009, 22:51 Uhr · von SESF|dario |
Der Internationale E-Sport Verband (IeSF, International e-Sports Federation) hat vom 10. bis zum 14. Dezember die erste Ausgabe der IeSF Challenge durchgeführt. Das Internationale Turnier, bei welchem Teilnehmer aus 20 Nationen vor Ort waren, stellt eine Art Freundschaftsturnier zwischen den Nationen dar.Wir berichteten bereits über die sportlichen Resultate der Schweizer Delegation. In diesem Beitrag möchten wir euch ein paar Eindrücke des Events und von Südkorea geben.
Südkorea Was ist Süd-Korea überhaupt für ein Land? Für manche ist es das Mekka (für E-Sportler) und andere der Feind (für Nordkoreaner). Das Land hat vor allem für uns Europäer einen ganz besonderen Charme. Nicht zuletzt, weil vieles etwas sonderbar wirkt und wir dort gar nichts lesen bzw. verstehen können.
Ein kurzer Exkurs in die Geschichte Koreas: Als Japan nach dem zweiten Weltkrieg in Korea besiegt wurde, sollten die USA und Sowjetunion für Ordnung sorgen und neue Strukturen schaffen. Da die beiden Grossmächte bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg Differenzen entwickelten, errichteten sie in ihrem jeweiligen Gebieten Militärregime, welche die Macht über die beiden Landesteile inne hatten. Die durch die USA kontrollierten Gebiete lagen im Süden und die der Sowjetunion im Norden. Trotz dem Entscheid der UN landesweit Wahlen abzuhalten, entschied sich die Sowjetunion dagegen. Dies führte dann zur Trennung zwischen den beiden Teilen der Koreanischen Halbinsel und auch zu Kämpfen, welche heute zwar stillgelegt wurden. Die beiden Länder befinden sich aber offiziell noch im Kriegszustand. In den letzten 60 Jahren, hat sich Südkorea stark nach dem Westen orientiert und konnte sich besonders im Bereich der Informatik und Elektronik zu einem wichtigen Industriestandort entwickeln.
E-Sport in Korea Durch die rasante Entwicklung von Breitband-Anschlüssen in Korea, konnte auch die Online-Game Community sehr schnell wachsen. Dadurch konnten sich Games schnell in den Alltag der Koreaner einnisten. Als vor circa 10 Jahren diese Bewegung so gross wurde, dass sie von der Regierung nicht mehr ignoriert werden konnte, begann das Koreanische Kultusministerium diese Bewegung zu fördern. Das Resultat aus den staatlichen Bemühungen gekoppelt mit viel Unterstützung aus der Industrie ist die heutige KeSPA (Korean eSports Association). Die KeSPA ist heute der wichtigste Organisator von Amateur- und Profiligen in Südkorea. Am prominentesten ist die Starcraft-Liga ProLeague, welche rein aus Profi-Teams besteht.
Diese Entwicklung war schon für Medien wie CNN mehrere Berichte Wert. Hier ein Beispiel aus dem Jahre 2007: CNN - e-sports in South Korea (2007)
AVA Neben FIFA Online 2 und Warcraft 2, wurde in Korea auch AVA gespielt. AVA sieht für uns Europäer nach einem Counter-Strike Abklatsch aus. AVA bietet aber noch den einen oder anderen Spielmodus. Am IeSF Challenge war AVA nur ein Testspiel. Neben Korea nahm Japan und die USA an diesem Turnier teil. Die Amerikaner haben das Spiel lediglich einen Monat zuvor gespielt.
Das Finalspiel wurde dann, kaum überraschend, zwischen Japan und Korea ausgespielt.
AVA Finalspiel auf MGC Game
Starcraft In Korea ist Starcraft immer noch eines der besten Publikumsmagnete. Dadurch erreicht man mehr als 10 Jahre nach dem Release immer noch die meisten Zuschauer. Im Rahmen des IeSF Invitaitonal, wurde das Finale des Starcraft Invitationals ausgetragen. Starcraft Classic 1st Set Starcraft Classic 2nd Set Starcraft Classic 3rd Set
Koreanische Popkultur In verschiedenen Rahmenveranstaltungen der IeSF Challenge wurden neben E-Sport auch andere Darbietungen gezeigt. Besonders die musikalischen Acts, waren für Europäische Augen und Ohren besonders.
4 Minutes - hot issue
Bilder und Videos GamersNET - Bilder aus Korea
Video-Beitrag (Koreanisch, mit Wulverare ab 1:00)
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nice andy :D
btw: öpper infos vom "raffi der journalist" ? ;)