Stormrise

11.05.2009, 22:46 Uhr · von luc


Führe den Kampf aus allen Ebenen

Nachdem schon seit einiger Zeit die Barrieren für RTS-Konsolen Titel gefallen sind, erscheinen je länger je mehr Titel dieses Genres. Nebst dem kürzlich erschienenen Halo Wars, ist Stormrise nun schon das zweite RTS in diesem Jahr, welches sich auf dem Konsolenmarkt behaupten soll. Dies vor allem mit einer ganz neuen und das Genre revolutionierenden Steuerung. Was gibt es hier für bessere Voraussetzungen als das Team von The Creative Assembly, welches RTS Titel wie Medieval 2 und Empire Total War geschaffen haben.

Doch schon wie sehr oft in der Vergangenheit, so trübt auch hier der Schein und zwar ganz gewaltig. Die intuitive Steuerung lässt das Spiel wir eine Verschmelzung von Third Person Shooter und klassischen RTS wirken, was eine unglaublich zähe Steuerung uns beschert. Nein, die Offenbarung ist es wirklich nicht, dies sei hier schon ein Mal gesagt.


Gameplay

Wie schon angetönt wirbt Stormrise mit einer Steuerung die bisher einzigartig ist. Ja, das ist sie auch, zum Glück. Von der Idee her ist die Steuerung allemal zu loben und das wohl Beste am ganzen Spiel, doch durch die Umsetzung wurden gute Aspekte ins Negative gewandelt. Jeder von und kennt das Genre des RTS. Aus einer Perspektive wo man alles überblicken kann, kommandiert Ihr eure Truppen und geht mit ihnen ins Gefecht. Stetig habt Ihr den vollen Überblick über das ganze Schlachtfeld und könnt Einheiten gezielt einzeln oder mehrere zusammen auswählen.

An diesem Konzept haben die Entwickler rum gebastelt und die Steuerung für Stormrise zu bekommen mit mehr oder weniger sinnvollen Änderungen. Euer Sichtfeld ist nun nicht mehr auf das ganze Spielfeld gerichtet, sondern auf die einzelnen Einheiten. Wie in einem Third Person Shooter befindet sich dann die Kamera hinter ihnen. Seid Ihr ein Mal in einem Kampfe der in einer Stadt tobt, so, umgeben von Häusern, könnt ihr nichts mehr vom Kampfgeschehnis mitbekommen sondern seht nur was eure momentan ausgewählte Einheit macht.

Nebst der Kameraführung ist auch das Kommandieren der Einheiten zu bemängeln. Lediglich einzeln und sehr ungenau könnt ihr die Auswählen und an einen Zielort schicken, welchen Ihr mehr oder weniger abschätzen müsst, wo er sich befindet, da es unmöglich ist mit einer solchen Kamera, genaue Befehle zu geben. Nervend wird das vor allem wenn ihr auf dem Kampffeld Einheiten produziert und diese dass immer wieder einzeln zum Einsatzort befehligen müsst.

Schade, denn ein Konzept mit Potential wären vorhanden, die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig und auch der Umfang der Steuerung, welche doch zu einfach, sprich monoton gestaltet wurde.


Grafik

Ja, RTS Titel weisen nicht die besten Grafiken auf, sind keine Referenzen. Doch im Gegensatz zu einem Normalen Titel dieses Genres, kommt Stormrise mit einem wesentlich kleineren Umfang, mit eindeutig weniger Einheiten etc. aus und deswegen müsste dies in dem optischen Auftritt des Spieles erkennbar sein. Doch Fehlanzeige. Fast schon schlechter als Genre-Kollegen tritt Stormrise auf dieser Ebene daher und beschert und nur einen kläglichen Auftritt.

Während Cut-Scenes seht Ihr die Hauptcharakteren von Nahem und könnt deutlich erkennen, wie wenig Details sie aufweisen, andere Einheiten zum Teil noch weniger. Steuert Ihr diese Dann aus der Ansicht der Dritten Person, so seht Ihr einfach, dass es überall von Ecken und Kanten nur so wimmelt. Spiele aus dem Jahre 2009 sehen anders aus, welches The Creative Assembly auch gerade noch selbst beweist, mit Empire Total War, kaum zu glauben, dass beide Spiele demselben Hause entspringen.


Sound

Anfänglich ist das Spiel noch solide mit wirklich guten Kompositionen und Musikstücken ausgestattet. Doch je länger Ihr das Game spielt desto stärker nimmt dies ab. Ständiges Wiederholen alter Titel, schlechte Stücke, Lieder die die Atmosphäre unterstützen sollten, jedoch kläglich scheitern.

Die Sprachausgabe ist in Englisch und Deutsch enthalten, doch bei beiden hat man das Gefühl dass Amateure ihre Stimme den Charakteren geliehen haben. Witze sitzen nicht, Gefühle kommen nicht rüber, einfach bei allem ist man hier gescheitert.

Doch auch die Soundeffekte sind langweilig gestaltet, tönen gleich, wiederholen sich ständig. Wie so manche Punkte, wäre auch hier Überarbeitung angesagt gewesen, wurde jedoch ausgelassen.


Multiplayer

Auch hier die gleichen Macken wie in der Kampagne. Nur ermuntert einem das kooperative Spielen mit einem Kollegen noch etwas mehr, um das Spiel endlich durchzuspielen, da man alleine schon nach kurzer Zeit, mehrere Tiefs durchstehen muss. Nebst einem Miteinander gibt es auch ein Gegeneinander. Zu acht könnt Ihr gegeneinander Antreten und ausmachen wer der bessere ist.

Nebst einem Online Multiplayer, könnt ihr auch Partien Offline austragen gegen den Computer. Skirmish funktioniert hier wie gewohnt von RTS Titeln. Doch die Online Variante ist dem Vorzuziehen, denn mit menschlichen Gegnern, welche die gleichen Steuerungsprobleme wie Ihr habt, ist es einfacher zu spielen.

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