Resident Evil 5 Review

23.03.2009, 22:19 Uhr · von luc


Angst, die Du nie vergisst!

Seit der vierte Teil auf dem Gamecube erschien ist, ist eine lange Zeit vergangen, die uns Capcom mit diversen Spin-Off Serien füllte, bis nun endlich Teil 5 raus kam. Resident Evil ist seit Anbeginn vor allem für seine Atmosphäre und dem Gameplay bekannt. Item Management und das Überleben mit einem Minimum an Waffen und Munition war eine Eigenschaft die jeder Titel besass. Mit Resident Evil 5 möchte Capcom jetzt jedoch nicht nur den eingefleischten Hardcore Gamer ansprechen, sonder ein viel grösseres Publikum, was sich merklich im Game widerspiegelt.

Nachdem Ihr in den ersten drei Teilen in und um Raccoon City gegen die Horden von Zombies gekämpft habt, hat sich mit Teil 4 so einiges geändert. Aus der nun zerstörten Stadt wurde Spanien, aus Zombies wurden von dem Virus Las Plagas befallene Einwohner. Auch der fünfte Teil bringt Änderungen mit sich. Neue Location ist Kijuju in Afrika und wieder wehrt ihr euch nicht gegen Zombies sondern wie in Teil 4, gegen Befallene Einwohner, nun jedoch mit einem weiterentwickelten Virus.

Auf dem Kontinent, wo der Ursprung der Menschheit ist, ist auch gleichzeitig der Ursprung von Umbrella, das Unternehmen hinter den ganzen Geschehnissen in Resident Evil. Anhand einer 60-Seitigen Dokumentation im Game, könnt Ihr mehr über die Ursprünge der Viren, der ersten Games und Umbrella (nach den schrecklichen Zwischenfälle nun Tricell genannt), in Erfahrung bringen. Die Story kurz zusammengefasst, ohne zu viel zu Verraten: Als Chris Redfield, bekannt aus frühren Teilen, Mitglied der Organisation zur Bekämpfung von Bio-Terrorismus, BSAA, macht Ihr euch auf nach Afrika, wo euere Partnerin Sheva Alomar schon auf euch wartet.

Mit Unterstützung des Militärs seid Ihr beauftragt, die kürzlich stattgefundenen Zwischenfälle aufzuklären und das Land vor dem Bio-Terrorismus zu wahren. Doch wie bekannt, es kommt alles anders als geplant und erwartet. Nebst euren vorgegebenen Zielen stösst ihr dann plötzlich auf alte Bekannt, namentlich Jill Valentine und das Schrecken in Person, Albert Wesker. Der Albtraum kann beginnen.


Gameplay

Wie schon angesprochen, wurde das Item Management schon immer gross geschrieben. Auf kleinstem Platz musstet Ihr all eure sieben Sachen unterbringen und dem Horror entkommen. Auch im neusten Teil ist dies wieder so, allerdings sieht man hier schon dass Capcom das Spiel vereinfacht hat und allgemein leichter gestaltete um ein grösseres Publikum anzusprechen. Platz in keine Frage mehr. Während ihr in den Früheren Titeln euren Raum im Inventar bis auf den letzten Platz verwalten musstet, ist im neuen Teil der zur Verfügung stehende Raum fast unbegrenzt.

Dieser Raum ist auf zwei Verstaumöglichkeiten aufgeteilt. In einem kleinen Inventar von neun Slots könnt Ihr Gegenstände mittragen, die Ihr Während der Mission benötigt. Nach jedem Checkpoint, Level, Tod, kehrt ihr dann zum Management Menü, wo ihr ein zusätzliches Inventar habt, in dem ihr nicht benötigte Items verstauen könnt. Dies macht ihr für euch selbst und euren Partner. Im Shop im gleiche Menü könnt Ihr euch mit Zusätzlichen Items aufrüsten, wie Waffen, Erst-Hilfe Sprays etc.

Während man in früheren Titeln immer das Spiel pausieren musste um Waffen, Gegenstände zu wechseln, ist dies im neusten Teil komplett anders. Über den Objekt-Menü Button wird euch euer kleines Inventar angezeigt und so könnt ihr eure Auswahl treffen. Da dies jedoch im Hitze des Gefechts nicht immer praktisch ist, denn man ist während dessen Kampfunfähig, kann man wichtige Gegenstände auch aufs Steuerkreuz legen und hat somit immer die wichtigsten Sachen sofort griffbereit. Das Drücken in die entsprechende Richtung genügt hier.

Faktoren wie das schnelle Wechseln der Waffen, Haufen von Munition, teilweise Deckungssysteme (bekannt auch Gears of War, von dem mehr als nur eine Idee abgeschaut wurde), dem wiederbeleben durch euren Partner etc. bewirken, dass sich Resident Evil 5 nicht mehr nach Resident Evil anfühlt, sondern nach einem klassischen Third Person Shooter. Fans der Serie werden ein bisschen enttäuscht sein doch sehen sicherlich über dies Hinweg, da der grosse Rest des Games schlicht grossartig ist.


Grafik

Wie die vorhergehenden Titel der Resident Evil Serie brilliert auch der neuste Teil auf diesem Bereich. Die wirklich unglaubliche Grafik von Resident Evil wird dankt der Hauseigenen Engine, MT Frameworks von Capcom garantiert. Bis ins kleinste Detail sieht einfach wirklich alles grossartig aus. Dies macht Resident Evil zu einem der grafikstärksten Spiele der Xbox und zu einem der ersten, das mit Gears of War mithalten kann. Auch hier sieht man wieder Capcoms Liebe zum Detail.

Alle rund 50 Charaktere, die Ihr während dem Spiel antrifft, sind mit einer unglaublichen Detailliebe gestaltet worden und auch in der Library später einsehbar. Doch auch die sechs total verschiedenen Levels, reichend von der Wüste in tiefste Minen bis in Forschungseinrichtungen, wurde alles bis ins kleinste Detail mit einer solch Liebe gestalte, wie man es in den wenigsten Spiele antrifft. Trotz der wahnsinnigen grafischen Aufmachung läuft alles flüssig und hat erstaunlich kurze Ladezeiten.


Sound

Grafik alleine macht noch keine Horror Atmosphäre wie sie ein Resident Evil besitzt. Nebst dem visuellen unglaublichen Auftritt geben auch die Komponisten ihr Bestes, und verleihen dem neusten Titel durch alt bekannte und neu Musikstücke, Sounds die gewohnte bedrückende und in den Bann ziehende Atmosphäre. Hie und da ein bisschen abgekupfert klingend, untermalen sie das Game trotzdem hervorragend und schaffen das bekannte Umfeld.

Nebst der Untermalung ist auch sind auch die Dialoge und die Stimmen der einzelnen Charakteren wirklich gut umgesetzt worden. Die professionellen Stimmgeber hört man einfach heraus und steuern so ihren Beitrag zu Resident Evil bei. Wie von Capcom gewöhnt ist sie auch hier nur in Englisch vorhanden.


Multiplayer

Einen Multiplayer im klassischen Sinne, CTF, Deathmatch etc. ist nicht vorhanden, dafür Co-op Action sondergleichen. Zusammen mit einem Freund Online oder lokal an der gleichen Konsole, kann das Kämpfen gegen die Horden ausgeführt werden. Und ganz nach dem Motto: Das Spiel beginnt erst nach dem Schluss, schaltet ihr nebst unbegrenzter Munition neue Dokumente aus dem Resident Evil Universum, Kostümen, etc. auch noch den bekannten Mercenaries Modus frei.

Hier könnt ihr auch wieder mit einem Freund auf acht verschiedenen Maps, mit vier Verschiedenen Charakteren, in insgesamt acht Versionen durchschlagen. Nebst Chris und Sheva sind nun auch Jill Valentine und Albert Wesker erhältlich, die euch Schlagkräftige Unterstützung gewährleisten. In Mercenaries gilt es in einer vorgegebenen Zeit und mit einem vorgegebenen Inventar, euch von einer Maximalen Anzahl von Gegnern zu entledigen.


0 pts#1: CAPSLOCKepIxX @ 30.03.09 14:47
au uf pc erhältlich?
www.collectr.net pls
0 pts#2: luc @ 08.04.09 16:19
wie jedes erfolgreiche capcom spiel in letzter zeit, so ist auch bei resi 5 mit einer pc version zu rechnen. allerdings ist hierzu noch kein termin bekannt.
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