| 06.06.2008, 17:05 Uhr · von RANDOM Roody |
Nur noch einmal schlafen und die Europameisterschaft geht in die Vollen. Millionen von Zuschauern werden morgen Abend um 18 Uhr nach Basel schauen. Die Eröffnungsspiele sind eigentlich bekannt für wenig Spektakel und Tore. Morgen Abend wissen wir mehr.
Nachdem wir gestern die unberechenbaren Teams vorgestellt haben, sind heute zur guter Letzt die Favoriten an der Reihe.
Wir zählen dazu Deutschland, Italien, Holland und Frankreich .
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Die Favoriten Die Favoriten gehören zum Besten, was das Teilnehmerfeld zu bieten hat. Die Geschichte des Fussballs, gibt ihnen das Recht, als Favorit anzutreten. Sie sind immer unter immensen Druck, doch jeder Spieler des Kaders ist Vollprofi und die meistens spielen auch bei den europäischen Topclubs.
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DeutschlandDeutschland gilt wohl als der meist genannte Favorit für die Europameisterschaft. Sie sind eine absolute Turniermannschaft und können sich stetig steigern. Was Deutschland von den anderen Teams abhebt, ist wohl der immense Kampfgeist, der immer über 90 Minuten hinausgeht und sie haben schon manch ein Match erst in der Nachspielzeit entschieden. Mit drei EM Titeln 1972, 1980 und 1996 ist Deutschland das erfolgreichste Team bei Europameisterschaften. In der Quali konnten sie sich ohne Probleme bereits früh als Zweiter hinter Tschechien qualifizieren. Die Deutschen konnten tatsächlich seit 1996 an der EM in England kein einziges Spiel mehr bei einer Europameisterschaft gewinnen, was sehr verwunderlich ist. Jedoch muss auch gesagt werden, dass die Gruppen nicht immer leicht waren und sie dafür an den Weltmeisterschaften so richtig auftrumpften. Der Captain Michael Ballack ist momentan in ausserordentlicher Form. Nachdem er lange Zeit verletzt war, gehört er bei seinem Club Chelsea wieder zur Stammformation und hat sich dort in den letzten Monaten zu einer festen Grösse entwickelt. Durch die Verpflichtung 2004 mit Jürgen Klinsmann setzt die deutsche Mannschaft vermehrt auf Offensiv-Fussball und betreibt nicht das gewohnte Defensiverhalten. Nach dem Rücktritt von Klinsi 2006 hat der Co-Trainer Joachim Löw seine Rolle übernommen und setzt auf die gleiche Strategie. Die Deutschen spielen in der Gruppe B mit Polen, Kroatien und Österreich und gelten als haushoer Favorit. Die Zeit ist mehr als Reif für einen Sieg oder sogar den Sieg nach 12 Jahren.
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ItalienDer Weltmeister Italien hatte vor 8 Jahren den Zweiten Titel in Griff nähe, ehe die Franzosen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzielten. Ich denke die meistens können sie noch daran erinnern, wie sich die italiensche Ersatzbank bereits umarmten und dann schoss Sylvain Wiltord das 1:1 in der Nachspielzeit. In der 103. Minute verwandelte David Trezeguet den Ball im Tor und schoss somit Frankreich zum EM Titel. Italien ist wie Deutschland eine echte Turniermannschaft. In der Gruppenphase rufen sie meistens noch nicht ihr grösstes Leistungspotenzial ab und sparren dies lieber für die nachfolgenden Matches auf. Sie können sich stetig steigern. Dieses mal müssen sie aber von Anfang an ihr Potenzial voll ausschöpfen, denn sie sind in der Hammergruppe mit Holland, Frankreich und Rumänien gelandet. Der Captain Fabio Cannavaro hat sich im Training eine Bänderverletzung am linken Knöchel zugezogen. Somit bedeutete es das EM Aus für ihn, nachgerückt ist Alessandro Gamberini von Fiorentina. Die EURO Quali konnte ohne grössen Probleme auf dem ersten Platz abgeschossen. Die Gegnern waren Frankreich, Schottland und die Ukraine. Nun spielen sie in der Todesgruppe, falls sie diese überstehen ist alles drin, vielleicht hat man dort schon einen der ärgsten Konkurrenten auf den EM Titel ausschalten können.
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HollandDie holländische Legende Marco van Basten ist seit 2004 der holländische Coach. Er hat Holland selber 1988 zum EM Titel als Nationalspieler geführt, mit seinem sensationellen 2:0 Tor gegen die Sowjetunion. An der WM 2006 in Deutschland kamen sie nicht über das Achtelfinale hinaus. Dort scheitterten sie im chaoten (die meisten Platzverweise [4] und Gelben Karten [16]) Match gegen Portugal mit 0:1. Jedoch wurde eines vehement an der WM 2006 vermisst, das Offensivspiel. Sogar mein Namensvetter Günther Netzer kommentierte dies mit "dass sind nicht mehr meine Holländer". Der Trainer Marco van Basten stellt die Nationalmannschaft vermehrt Defensiv ein, eine Gute Defensiv ist ihm wichtiger als ein Offensiv Spektakel. Einer guten Defensive wird heutzutage mehr Wert gelegt als noch früher, da bekanntlich der Erfolg aus einer stabilen Defensive aus geht. Nun ich denke eine gesunde Mischung aus einer guten Defensive und Offensive macht es aus. Holland konnte sich in der Quali nur knapp als Zweiter vor Bulgarien aber hinter Rumänien durchsezten. Rumänien ist auch wieder ein Gruppengegner an dieser EM mit Italien und Frankreich zusammen. Wer diese Gruppe übersteht, hat sicher auch das Zeug dazu Europameister zu werden.
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FrankreichNachdem Zinedine Zidane die Franzosen nochmals an der WM 2006 in Deutschland ins Final führte, trat der grosse Meister zurück. Es war eine augenweide ihm zu zuschauen, er führte den Ball mit einer Eleganz über den Rasen wie kein Zweiter. Die Franzosen hatten mit ihm die grössten Erfolge, sie konnten in Frankreich 1998 den WM Titel und 2000 den EM Titel in die höhe stemmen. Nun scheint mit Frank Ribéry bereits ein Nachfolger gefunden worden zu sein. Er ist unglaublich schnell und spielt ungemein geniale Pässe, neben dem er noch torgefährlich ist. Ein Spielmacher ist er allerdings nicht. Der Coach Raymond Domenech hat mit der Nicht-Nominierung von Stürmer David Trezeguet bei einigen grosses Entsetzen ausgelöst. In der Quali zur EURO mussten sie so richtig zittern. Sie konnten nur knapp den zweiten Platz hinter Italien und vor Schottland sichern. Bei der EURO fängt es wieder bei Null an und Frankreich hat auch schon mehrmals bewiesen, dass sie eine Turniermannschaft ist. In der Killergruppe mit Italien, Holland und Rumänien ist alles offen, für Frankreich und Italien spricht die Erfahrung, für Holland die jungen Talente und für die Rumänen das Kollektiv.
Zu guter Letzt, haben wir für euch noch ein Spot von Luca Toni und Frank Ribéry, welche sich in der Allianz Arena in München vor der EM bereits ein Duell zwischen Italien und Frankreich lieferten.
Franck Ribéry vs Luca Toni
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vorallem händs verdammt potential..