Ich wurde vor kurzem einmal gefragt, ob ich einige Produkte für gamersNET testen würde, in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich dem natürlich sofort zugestimmt – wie ich das Ganze anstellen sollte habe ich mir zu diesem Zeitpunkt keine Sekunde überlegt. Herausgekommen ist ein ehrlicher Test, der subjektiver nicht sein könnte. Somit sei allen Tonfanatikern, Audio – und Hifispezialisten vom Weiterlesen dringend abgeraten, ich verfüge weder über einen Dezibellemesser noch weiss ich wie die Sache mit dem Ton genau funktioniert. Für den Test bringe ich ledglich folgendes Testsystem mit: Ein tinitus freies, einwandfrei funktionierendes Gehör.
 Das Testobjekt
Nachdem das Paket per UPS nach schwierigen Zustellungsversuchen schliesslich doch noch den Weg in mein trautes Heim gefunden hat, habe ich das 11kg leichte Paket auseinandergerissen und schnellstens losgelegt. Die erste positive Überraschung erlebte ich gleich beim Aufstellen: Die gefärbten Anschlüsse, die klare Verteilung der Anschlüsse auf dem Subwoofer und die gut stehenden Boxen ermöglichten mir ein Aufstellen in ca. 5 Minuten – Klasse Sache (Wer jemals mit fummligen Hifi-ich-forme-den-Draht-vor-dem-Einstecken-Steckern das Vergnügen hatte, schätzt dieses System sicherlich).
Nachdem ich meinem lieben Windows beigebracht habe, dass ich jetzt 6 Kanal Sound anstelle von ödem 2 Kanal Headphone Sound habe, startete ich den ersten Test:
Wu Tang mit ihrem Klassiker wurde als erstes mit vollen Reglern durch das Haus gehämmert, kein Klirren, kein Scheppern und wuchtiger Bass mit bebendem Boden – Aiight! Das will ich hören. Da ich viel einfach nur für doof am Rechner sitze und viel zu viele Pages ansurfe und dabei natürlich Musik höre, ist dieses Kriterium wichtig. Der erste erstaunte Mitbewohner zeigte sich bereits nach 2 Minuten leicht erregt im Türrahmen und erfragte den Grund der feierabendlichen Geräuschentwicklung: „Boxentest.." Er murmelte was und zog davon. Da es offensichtlich Leute gibt, die anderes als guten Rap hören, musste ich natürlich auch diese Anwendungsbereiche genauer ausleuchten. Auf dem heimischen Fileserver öffnete ich den „dnb" Folder und liess die Kiste zu DJ Hype rocken. Wieder zeigte sich die Standfestigkeit des Systems, die Regler am Anschlag, den Bass am Maximum, das Klirren blieb auch hier aus. Nach mehreren Minuten Drum'n'Bass erlöste ich Mitbewohner A und wechselte zu Patent Ochsner, welche mir Bälpmoos präsentierten als wenn ich direkt in der Konzerthalle stehen würde. Der Sound kommt wirklich klasse. Test eindeutig bestanden.
Der schönen Musik zum Trotze: Der Leser intressiert sich wohl hauptsächlich für die Hauptanwendung des Systems: Gaming. Beim Betrachten meiner Festplatte stellte ich erstaunt fest, dass sich nur ein einziges Game darauf befindet und dieses kennt sowieso fast keiner: rFactor. Ich bin keinem böse, der jetzt nicht sofort schaltet. rFactor ist ein ultra realistisches Racegame, dass wie das alte Half-Life über eine perfekte Mod-Grundlage verfügt und in der online Raceszene als schlicht das Beste gilt. Ich selber spiele aktiv in einer Formel 1 Liga und fahre zusammen mit meinem Mitbewohner diverse Raceserien: DTM, ChampCar, LeMans, GP2 etc. Da bei Autos der Sound extrem gut messbar ist und alle Tonlagen regelmässig vorkommen, beschloss ich mit diesem Game zu testen. Da am nächsten Sonntag der grosse GP von Belgien stattfindet loggte ich mich auf der legendäre Strecke von Monza ein und fuhr mit meinem Williams aus den Boxen. Einmal mehr an diesem Abend, drehte ich den Regler auf 100% und düste wie besessen um den Kurs – das Feeling ist einfach nur geil. Das ganze Haus zitterte und Mitbewohner B kam erfreut in den Gameroom um dem herrlichen Sound dröhnender V10 Motoren (Ja, das ist ein 2005 Mod mit 2007 Skins) beizuwohnen. Er war ebenfalls begeistert. Durch das geniale Dolby Surround Feeling braucht man keine Rückspiegel mehr, man hört wo sich der Gegner anschleicht und kann rechtzeitig die Türe zumachen.
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Da sich die meisten Leser wohl eher mit Strategie – und Shooterspielen die Zeit vertreiben, dürfen natürlich auch diese in meinem Test nicht fehlen. Wie beim Racegametest schon erwähnt, besitzt das System sehr gute Dolbysurround Eigenschaften. Bei Shootern wie Counter-Strike oder Battlefield ist ein guter Raumklang ein Vorteil. Ich habe für den Test einige Runden CS: Source gespielt und war vom Ergebnis ziemlich begeistert: Die Schüsse kommen satt und mit viel Bass, Granaten explodieren dumpf und laut – so muss es sein. Ich hatte bei der Orientierung nie Probleme und konnte die Geräusche der Gegner stets den richtigen Stellen auf der Map zuordnen – ein gutes Zeichen. Als ich noch aktiv CS spielte, war ein Stereoheadset noch das Höchste der Gefühle, wer mir dazumals ein Boxensystem zum CS spielen empfohlen hätte, dem hätte ich ins Gesicht gelacht. Mittlerweile betrachte ich Surround Systeme als akzeptable Alternative zum klassischen Headset.
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Nach dem Shootertest installierte ich gleich WarCraft 3: FT und testete auch dieses Spiel. Die Soundeigenschaften sind wirklich klasse, das „work work“ der kleinen Orc Peons kommt sehr gut an. Generell sei gesagt, dass die Geräuschkulisse von WC3 ziemlich genial und die Schreie der diversen Spielfiguren zum Teil extrem witzig sind. Zusammen mit dem Logitech G51 hört man dem Geplapper noch lieber zu. Die Schlachten tönen satt und klirren nicht, die entscheidenden Dinge hört man gut und kann dementsprechend auf den Gong des Blood Mage gerade noch reagieren.
Zum Abschluss meiner kleinen Testserie kommt ein für mich wichtiges Highlight: Der Movietest. Ich habe das Tonsystem gezügelt und stellte es im Wohnzimmer auf, angeschlossen an unseren HTPC der mit einem 32“ LCD verbunden ist. Testmovie war die FullHD Variante von Star Wars Episode III: Revenge of the Sith. Am Testabend nahmen insgesamt 5 Leute teil, davon haben 3 keine grosse Erfahrung mit Homecinema und schauen im Maximum DVDs auf schlechten Röhrenfernsehern.

Das Ergebnis meiner Befragung erstaunte denn auch nicht weiter: Neben dem grandiosen Bild wurde auch der Ton gelobt. Natürlich ist das Full HD Bild ein harter Gegner, doch der Ton hat auch mich ziemlich überzeugt. Die Bässe sind sehr satt, die Gleiter tönten extrem realistisch und auch das Volumen des Klangs war sehr gut. Das Wohnzimmer ist offen, beste Voraussetzungen also, dass der Ton sich in den Weiten des Raums verliert – dem ist aber nicht der Fall, das System hat genügend Power.

Die Fernbedienung steht gut auf dem Tisch und ermöglicht einem diverse Einstellungen
Zum Schluss möchte ich noch die Verarbeitung des Systems loben: Die Boxen sind aus robustem Material, die Standfüsse fest und keineswegs wacklig. Der Subwoofer ist sehr schwer und steht stabil am Boden. Er besteht aus festem Material, kein Klirren und kein Scheppern zu hören.
Trotz des sehr guten Gesamteindrucks haben sich noch 2 Schwachpunkte finden lassen:
Einen optischen Eingang vermisst man ebenso wie einen normalen, digitalen Anschluss. Man ist also an das „6 Channel Direct“ resp. Stereo-Cinch System gebunden. Für normale PC Soundkarten kein Problem, will man aber zum Beispiel eine XBOX 360 anschliessen, vergeht einem die Freude schnell. Als zweiter Negativpunkt fallen die relativ kurzen Kabel der beiden Rear-Lautsprecher auf. Natürlich kann man Verlängerungskabel kaufen – aber bei diesem preis wären 2-3 Meter mehr sicherlich nicht zuviel verlangt.
Technische Daten und weitere Bilder

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Nei, wörkli en guete Check!