CRACKDOWN Xbox360 Review

23.02.2007, 22:22 Uhr · von gNET|MiK


CRACKDOWN - Xbox360 Review

Es ist weder GTA, noch Saints Row, und doch kann es mit den beiden Top Titel mithalten.
In Crackdown sorgt ihr als genetisch weiterentwickelter Super-Polizist für Gerechtigkeit und Ordnung in Pacific City. Dabei gilt es, nach und nach die Unter-Bosse der verschiedenen Gangs zu erledigen um am Ende den geschwächten Ober-Boss zu besiegen. Euch freigestellt, ob ihr mit Autos um euch werft, den Raketenwerfer auf eure Gegner richtet oder eure Fäuste benutzt.


Gameplay
Bereits nach den ersten paar Minuten kommt man mit der Steuerung von Crackdown bestens zurecht. Sowohl die Steuerung der Fahrzeuge als auch die 3rd Pers. Tastenbelegungen sind gut gewählt.
Bewegungsfreiheit wird mit Crackdown neu definiert. Wo man in anderen Spielen nur mühsam und zeitaufwändig auf die Dächer der Hochhäuser kam, ist dies in Pacific City, der Spielumgebung, völlig normal.
Oft muss man den Gegner sogar über die Dächer angreifen, und spezielle „Dachrennen“ sorgen dafür, dass man nicht aus der Übung kommt. Über die ganze Stadt, sind „Flinkheitskugeln“ verteilt, mit denen ihr eure Sprungkraft verbessern könnt. Springt ihr Anfangs nämlich „nur“ 5m weit, sind es bei einem max. Trainierten Polizisten gegen 10m. Man kann sich praktisch an jedem klitzekleinen Vorsprung festhalten. So sind Wolkenkratzer über die Fenstersimse im nu überwunden.
Nach und nach erobert man „Agency-Nachschubpunkte“ , an denen ihr eure Gesundheit und Munition aufladen und neu gefundene Waffen aufladen könnt. Schade ist hierbei, dass man nur zwei verschiedene Waffen plus ein Granatentyp auswählen kann. Für einen Ego-Shooter mag dies vielleicht gut sein, bei Crackdown ist diese Begrenzung jedoch völlig fehl am Platz.
Die Fahrzeugphysik ist den Entwicklern Realtime Worlds recht gut gelungen. Die Fahrzeuge steuern sich Arcadeartig, und jedes Fahrzeug hat seinen eigenen Lenkstil.
Schade nur, dass trotz Schadensmodell und Zustandsanzeige, diese keinen Einfluss auf das Fahrverhalten haben. Auch das Fahrkönnen kann durch Strassenrennen und Stunts verbessert werden.
Dank der Havok Engine hat jeder Gegenstand Einfluss auf die Umgebung.


Grafik
Man könnte meinen Cel-Shading wäre an der Grafik beteiligt, doch bei genauerem Hinsehen merkt man, das dies gar nicht vorhanden ist, oder nur ganz minim. Grelle und Bunte Farben machen die Stand Pacific City aus, die irgendwie an eine Asiatische Grossstadt erinnert.
Die Explosionen hingegen sehen bombastisch aus. Da ihr im laufe eurer Polizeikarriere euch auch in Sachen Sprengsätze stets verbessert, werden die Explosionen dementsprechend grösser und heftiger. So kann im späteren Spiel eine einzige Granate reichen um fünf Autos und zwei Busse in die Luft zu sprengen, und vier bis fünf Sekunden in der Luft zu halten.
Einziges Manko ist die zum Teil etwas schwierige Kameraführung, die euch am erklimmen einiger Häuser hindern kann.
Die Framerate bleibt soweit immer konstant auf ungefähr 60 f/s, es sei denn man wirft fünf Granaten innerhalb von fünf Sekunden in einen Autobahnstau. Aber auch dann sinkt die Framerate nur kurzzeitig unter die kritische Grenze, und regeneriert sich dann wieder völlig.
Aus irgendeinem Grund gelten in Pacific City auch keinen normalen Schwerkraftbedingungen, was dazu führt, dass man manchmal denken könnte, eine Slowmotion Effekt setze nun ein, obwohl dies eigentlich nicht der Fall ist. Sonnenauf- und Sonnenuntergang sind schön in Szene gesetzt, andere „Wetterffekte“ gibt es jedoch nicht.


Sound
Ihr könnt wegen eurer Nachbarn die 5.1 Anlage nicht voll auf drehen, und müsst deshalb mit Kopfhörern bis tief in die Nacht spielen, ohne in den gänzlichen Genuss des Spielsoundes zu kommen?
Crackdown schafft abhilfe! Dank des eingebauten Kopfhörer Modus hört ihr auch mit Hörern auf den Ohren jedes einzelne Geräusch glasklar.
Die Einwohner von Pacific City sind aussergewöhnlich ruhig und führen selten Gespräche. Dafür schreien sie umso mehr, wenn mal ein Schuss los geht. Ansonsten bietet Crackdown keine besondere Soundkulisse, denn diese ist eher Nebensache. Dafür beeindruckt Crackdown mit den vielen verschiedenen Soundtracks, die über das Autoradio oder zum Teil aber auch einfach auf der Strasse hört. Zwar werden wie bei jedem Xbox360 Spiel auch eigene Soundtracks unterstützt, aber die inGame Tracks reichen völlig aus. Sie passen praktisch zu jeder Situation und gehen einem in keinster Weise auf die Nerven.
Die Deutsche Sprachausgabe ist den Übersetzern recht gut gelungen, nach der Mission-Impossible-Like Auftragsbenachrichtigung, fühlt man sich beinahe wie ein richtiger Agent.


Multiplayer
Endlich ein GTA-Like Game mit einem ausgereiften Multiplayermodus! Dieser wurde in Crackdown nämlich fantastisch eingebaut. Bevor ihr friedfröhlich eure Singleplayerkampagne beginnt, könnt ihr nämlich wählen ob euer Spiel
offen oder geschlossen sein soll. Entscheidet ihr euch für die zweite Variante, so spielt ihr ein völlig normales Singleplayerspiel.
Falls ihr euch jedoch für Variante Zwei entschieden habt, und gerade in einer brenzligen Situation seid, so könnt ihr entweder hoffen, dass jemand aus eurer Freundesliste dies ahnt und herbei eilt um euch zu helfen, oder aber ihr lädt einfach jemanden ein.
Nun spielt ihr ganz normal weiter, nur eben zu zweit. So kann der eine zum Beispiel auf dem höchsten Dach mit der Sniper, dem am Boden unten stürmenden Kollegen Deckung geben. Über das Xbox Live Headset könnt ihr eure Angriffe koordinieren oder einfach über eure letzte Mission plaudern.
Damit ihr euch auch nicht verwechselt, gibt es im Hauptmenu verschiedene Charakteren zur Auswahl. Ein weiblicher Charakter war zwar geplant, wurde dann aber leider aus dem Spiel genommen weshalb jetzt nur noch männliche zur Verfügung stehen.


Rating


0 pts#1: gNET|Facer @ 24.02.07 12:15
Sehr schönes Review DarkJohn, weiter so!
0 pts#2: KERNNOODLES- @ 24.02.07 12:42
gediegnigs review.

ich ha chli müe mit dem spiel, ha mer d'demo zoge wo si früsch usecho isch und mou agspielt. aber irgndwie gfallts mer eifach ned...ich spieles no einisch sobald i dehei bi ;)
0 pts#3: gNET|MiK @ 24.02.07 18:52
joah 70 - 80er Wertige chunts halt meistens drufah obs eim halt wük gfallt oder nid. Git au "gueti Games" wo mir nid gfalled. Ich cha etz z.B. nüt mit StarCraft ahfange, obwohls sicher es sehr guets Game isch.
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