| 06.04.2006, 09:14 Uhr · von [deleted] |
| Gameplay | Das Handling ist zu Beginn auf dem Computer sehr gewöhnungsbedürftig. Beispielsweise kann beinahe alles mit der Tastatur und Maus gesteuert werden. Gefahren wird mit den Pfeiltasten oder wie man es sich wünscht. Im Gegensatz zu Mafia muss in Der Pate mit dem Zahlenblock hantiert werden, wenn man eine Schlägerei anzettelt. Aber die Maus braucht man trotzdem, um den Gegner zu visieren. Anfangs tut man sich schwer mit der seltenen Steuerung, jedoch gewöhnt man sich nach ein paar Massenschlägereien daran.
Das Spiel ist zu recht ab 18 Jahren. Es wurde an keinen Details gespart. Das Blut kann schon ziemlich schnell fliessen und die Schlägereien sehen ziemlich echt aus. Der Pate überrascht mit einigen Kleinigkeiten. So kann zum Beispiel der Gegner in den Ofen geschmissen werden oder gar vom Hochhaus. Im Waffenarsenal steht einem vom Würgeseil über Molotovcoktail oder TNT bis zur Tomphson alles zur Verfügung. Es wurde an nichts gespart. Sogar den beliebten Baseballschläger oder die Rohrzange kann benützt werden.
Die Einzelheiten der Steuerung sind sehr interessant. Es kann geschlichen, gekrochen und gerannt werden. Was am meisten Spass macht ist die Deckung, in der sich der Spieler fest an die Wand presst um nicht entdeckt zu werden. Aus dieser Position kann geschossen werden ohne das man selbst einen Treffer abkriegt. Auf was leider verzichtet wurde ist das Hüpfen, jedoch ist dies kaum nötig. Das Zielen mit gedrückter Maustaste könnte dem Einen oder Andern schwer fallen, dafür trifft man dann aber auch. Und Ego-Shooter Fanatiker können im Freistil schiessen, somit ist für jeden etwas dabei.
Für alle diejenigen, denen das zukompliziert ist, wird die ganze Steuerung während dem Spiel erklärt. Es kann zwar mühsam sein, während einer Aufgabenerteilung noch die Steuerungsangaben zu lesen, jedoch sollte es möglich sein, da die Texte nicht so schnell verschwinden. |
 | Natürlich kann auch in Der Pate mit einer Vielzahl von Oldtimer gefahren werden. Je nach Auto ist das manövrieren eine Kunst, am besten schnappt man sich eins der neueren Modelle mit denen man auch schneller Vorwärts kommt und nicht gleich bei der nächsten Kurve von der Strasse abkommt. Ausser lenken, gasgeben und bremsen ist nichts Besonderes am Fahren. Sogar auf einen Tacho und Kilometeranzeige wurde verzichtet. Dafür kann man alle Autos mit einer schönen Explosion vernichten oder sämtliche Fussgänger überfahren. Also passt auf wo ihr hinfährt. |
| Ganz erstaunlich ist, dass alle Stimmen in die gängigsten Sprachen übersetzt wurden, somit auch in Deutsch, was es wesentlich einfacher macht der packenden Story zu folgen. |
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Story
| Die Story richtet sich fast Originalgetreu nach dem Buch Der Pate, von Mario Puzo, aus dem Jahr 1969. Jedoch kann der zeitliche Ablauf verändert werden, in dem manche Missionen angenommen werden und andere nicht. Der Kern der Story bleibt jedoch unverändert. Dieses kleine Detail macht die Geschichte aber spannend und es muss nicht immer nach dem gleichen Prinzip vorgegangen werden. Es bleibt einem offen welche Missionen man annimmt und in welcher Reihenfolge und Art sie durchgeführt werden.
Die Geschichte spielt sich Anfangs des 20. Jahrhunderts in New York ab, als die Mafia Familien im Aufkommen waren.
Die Anfangssequenz zeigt wie dein Vater, der selbst in der Corleone Familie ein hohes Tier war, erschossen wird. Natürlich soll dies nicht ungestraft bleiben. Doch deine Zeit wird kommen. Zuerst kannst du ganz nach deinem Geschmack dein Gangster erstellen. Es fehlt an nichts was man verändern könnte. Nase, Figur, Narben, den Blick, einfach alles. Dieses Feature verleiht dem ganzen Spiel einen persönlichen Touch, da auch in den Filmsequenzen der erstellte Spieler und kein Anderer gezeigt wird. Du wirst erwachsen und deine Mutter wendet sich an den Paten, er hatte versprochen auf dich zu achten wenn es soweit sei. Wie es kommen musste, gerätst du in Schwierigkeiten und der Don holt dich in die Familie. Deine Karriere als Mafia-Gangster kann beginnen.
Nach einem Leben voller Aushilfsjobs und Kleingaunereien wirst du in Amerikas berühmteste Verbrecherorganisation aufgenommen. Jetzt liegt es an dir, Aufträge durchzuführen, dir Respekt zu verdienen, Rang für Rang aufzusteigen und die Kontrolle über New York zu übernehmen. Wenn du deine Trümpfe richtig ausspielst, kannst du möglicherweise als der nächste übermächtige Don regieren.
Das Buch Der Pate mit seiner Geschichte über die Familie, über Respekt und Loyalität dient ebenso wie der Film von Paramount Pictures als Inspiration für das Spiel, in dem du in die Corleone-Familie aufgenommen wirst. Du erkämpfst dir Respekt durch Loyalität und Einschüchterung und steigst dabei in der Hierarchie auf, um in einem lebendigen New York zwischen 1945 und 1955 selbst zum Don zu werden. |
| Der Pate bietet dir zahllose Möglichkeiten, die Probleme der Familie mit Gewalt, mit geschickter Diplomatie oder mit einer cleveren Mischung aus beidem zu lösen. Zwischen Schlägertrupps und Banküberfällen, Verfolgungsjagden und Erpressungen tauchst du tief in die Welt von Der Pate ein, in der Einschüchterung und Verhandlung die Fahrkarten an die Spitze sind. Du setzt Loyalität und Angst als Mittel ein, um dir bei der Interaktion mit anderen Charakteren Respekt in der Welt zu verschaffen. Die Entscheidungen, die du im Verlauf des Spiels triffst, haben dauerhafte Konsequenzen, genau so, wie es auch in der kriminellen Unterwelt im Roman Der Pate war. |  |
| Im Paramount Pictures-Film Der Pate spielten einige der besten Schauspieler Hollywoods, und mehrere von ihnen sind auch an der Entwicklung des Spiels beteiligt. Es werden sich nicht nur sämtliche Charaktere des Films im Spiel wiederfinden, auch die Stimmen von Marlon Brando als Don Vito Corleone, James Caan als Sonny Corleone und Robert Duvall als Anwalt Tom Hagen verleihen dem Spiel ein mitreissendes Filmflair. |
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Grafik
| | Grafisch ist das Spiel nicht auf dem Top Level und kommt knapp über die Grafikqualität von Mafia welches vor 2 Jahren auf den Markt kam. Aber überzeugend ist die Qualität der Gesichter und die Liebe zum Detail der typischen Darstellung der 40-er Jahren. Das alte New York glänzt in Midtown, welches das Zentrum darstellt und am Hafen regiert Kaos und Zerstörung. Wer eine Fahrt durch die ganze Stadt macht, bemerkt auch ohne zu lesen in welchen Vierteln er sich gerade befindet. Die Strassen sind voller Menschen, Zeitungen fliegen durch die Luft, brennende Mülltonnen stehen am Strassenrand und verleihen der Nacht ein flackerndes Licht, welches in den Hauptstrassen von den Strassenlampen überdeckt wird. Beinahe alles auf der Strasse kann verschoben werden und in sämtlichen Geschäften können die Einrichtungsgegenstände benützt oder bewegt werden. Das Detail in den Räumen könnte besser sein, reicht aber aus um zu überzeugen, um zu erkennen in welchen Geschäften man sich befindet. |
 | Die Gesichter der Hauptdarsteller wie der Don, Sony, der Anwalt und viele mehr sind Detailgetreu den Schauspielern aus dem Film „Der Pate“ zugeschnitten und unverwechselbar. Der Grafikaufbau lässt zu wünschen übrig. Auch mit einer sehr guten Grafikkarte ist der Bildaufbau zu langsam. Was aber nicht an der Karte liegt. Das Spiel mit den Schatten ist nicht sehr gelungen, es ist schön, dass sie da sind, jedoch sind sie meistens eher störend als ein schönes zusätzliches Detail. Die Physik ist nicht wirklich umwerfend, aber sie genügt um den Realismus einzubringen, den es benötigt. Zum Beispiel sind Feuer und Explosionen gut animiert, aber im Gegenzug machen fallende Gegenstände nicht wirklich einen echten Eindruck. Im Grossen und Ganzen kann aber milde gewaltet werden mit den Grafikern von Der Pate, denn das Detail zu den Gesichtern macht einen grossteil wieder gut und lässt das Spiel schön aussehen. |
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| Sound | Der Pate ist kein Ego-Shooter oder Rennspiel. Also darf man von der Soundqualität nicht allzu viel verlangen. Jedoch haben sich die Entwickler Mühe gegeben und das Beste daraus gemacht. Alle Stimmen sind synchronisiert und es wurden die gleichen Stimmen genommen wie im Film von Paramount Pictures „Der Pate“. Die Stimmen sind in einer sehr guten Qualität, so dass man meinen könnte, der Don persönlich steht vor einem.
Die Musik ist ganz stilgemäss den 40er Jahren angepasst. Es macht das ganze Spiel gemütlich und sie trägt dazu bei, dass man sich in diese Zeit zurückversetzen kann. Auf kleine Details wie das knarren der alten Autos oder Gespräche in der Fussgängerzone wurde geachtet. Die Motorengeräusche sind nicht sehr überzeugend, aber Der Pate soll ja auch kein Simulationsspiel sein, sondern ein Action-Adventure. Alles in allem ist der Sound mehr als genügend und besser im Vergleich zu Mafia. |
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Bewertung
Obwohl Der Pate keine extrem positiven Eigenschaften wie eine perfekte Grafik oder Qualitätssound hat, ist Der Pate doch ein gelungenes Spiel. Die ganze Story im Spiel ist für Mafia-, Buch- und Filmfans auf jeden Fall eine sehr spannende Geschichte. Dass bei der Spielentwicklung mit Paramount Pictures und den Schauspielern zusammengearbeitet wurde bemerkt man schon bei der Anfangssequenz. Die Story zieht sich durch das ganze Spiel und verleiht ihm einen roten Faden. Viele kleine Missionen müssen gespielt werden um ans Ziel zu kommen, welche mit der Zeit mehr ein muss sind, als ein grosser Spass. Jedoch kann der Weg selbst eingeschlagen werden, welche Aufträge man annimmt und welche nicht. Dies und die verschiedenen Möglichkeiten die Mission zu beenden machen das Spiel wiederum spannend. Auch die GTA Fans kommen auf ihre Kosten. Die Stadt ist zwar nicht so riesig, aber das Spielprinzip ist gleich, ausser dass die Story wirklich gut erzählt wird. Der Pate ist auf jedenfall eine Kaufempfehlung und wird noch ein Weilchen in den Top10 zu sehen sein.
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