Dead or Alive 4, Xbox360 Review

31.01.2006, 20:36 Uhr · von gNET|MiK

Lang ist’s her, dass ein neues Dead or Alive die Blicke der
Gamer auf sich zog.
Dead or Alive: Ultimate war ja lediglich ein Remake des zweiten Teils, welches sich aber trotzdem nicht hinter der Ladentheke verstecken musste. Dead or Alive: Xtreme Beachvolleyball konnte nur wenige Fans für sich gewinnen, trotzdem ist ein zweiter Teil definitiv in Planung.
So kommen wir bei Dead or Alive 3 an, die Grafikpracht war schon damals fast revolutionär. Dementsprechend stecken in DoA4 auch viele Erwartungen.


Gameplay
Keetraxx und alle, die denselben Weg eingeschlagen haben, werden erfreut sein, dass das Bewährte Block-/Kontersystem aus DoA:U bzw. DoA2 beibehalten wurde. Desweitern wurde das komplette Kampfsystem von Grund auf neu geschrieben. Simple Moves wie Kick und Box haben sich zwar kaum verändert, es sind nun aber weitaus mehr Griff- und Kontermoves vorhanden.

Die Story gehört mittlerweile zu den Games, wie das Salz zum Pfeffer. Auch Team Ninja hat bisher viel Wert auf eine gute Story gelegt.
Bei DoA4 legen sie aber noch einen drauf. In DoA3 gabs nur die Rendersequenz am Ende des Story Modes, in DoA:U gab’s nur die Zwischensequenzen in Spielgrafik zwischen den Kämpfen.
Dead or Alive 4 kombiniert diese beiden Sachen! Die Story der einzelnen Chracktern wird immer klarer und man merkt allmählich um was genau es in DoA eigentlich geht.


Grafik
Was Team Ninja mit Dead or Alive 4 wieder mal auf den TV zaubert, kann man kaum glauben und wer zu Hause einen HD-TV rumstehen hat, darf diese auch gleich mit 1080i geniessen.
Die Texturen sehen noch echter aus als bei den Vorgängern, und die Haare, Kleider und Accessoires verhalten sich noch realistischer. Das Eigentliche, was das Grafikbild zum glänzen bringt, das sind die Arenen. Ob man jetzt im Dschungel zusammen mit Dinosauriern kämpft, oder hoch oben auf dem Tri-Tower. Einen solchen Detailreichtum sah man glaube ich in keinem Spiel davor.
Als wäre das nicht genug, wurde das Prinzip der Vorgänger noch verfeinert. Wo man in DoA3 den Gegner an einen Baumstamm schleudern konnte, geht dieser in DoA4 zu Bruch. In etwa so verhalten sich auch Felsen, Mauern, und sogar Autos auf den betretbaren Strassen.
Eine kleine, unscheinbare Neuerung ist die Kameraführung.
Führt man zum Beispiel einen speziellen Move aus, so schwenkt die Kamera in einen besseren Blickwinkel, die Berührungsstellen werden beleuchtet und das ganze wird für kurze Zeit in SlowMotion dargestellt. Das verleiht dem Spiel etwas Filmartiges, zudem kommen dann noch die sehr realistisch aussehenden Rendersequenzen hinzu.


Sound
Was das Bild angeht, hat Team Ninja eindeutig bewiesen das sie es drauf haben. Nur mit dem Ton, da haben sie noch Schwierigkeiten. Einerseits wäre da die Sprachausgabe, welche hauptsächlich auf Japanisch gehalten wurde. Auf der einen Seite, ist Dead or Alive mit ‚nicht Japanischer’ Sprachausgabe, kein Dead or Alive mehr. Andererseits könnte man Neueinsteigern vielleicht trotzdem eine Wahl zwischen Deutsch & Japanisch/Englisch zur Verfügung stellen.
Auch so bietet DoA4 keine speziellen Musik Tracks und auch der Surround-Effekt haut einem nicht grad vom Hocker. Der Sound ist somit auch der einzige Faktor der dazu beitragen könnte, das Spiel nicht zu kaufen.


Multiplayer
Das Grundprinzip ist gleich geblieben, sowohl online als auch offline. Wer über Xbox Live spielt, wird immer noch in Klassen von A bis * eingeteilt. Wobei A der Beste ist. Als Spezial Rang gilt nach wie vor der SS Rang.
Im Gegensatz zu DoA:U – wo man Glück haben musste um eine stabile Verbindung beizubehalten – ist das ganze Netzwerk bei Dead or Alive 4 viel Übersichtlicher und droht weniger einzustürzen.
Was auch gesagt werden muss; die Atmosphäre ist im Multiplayer völlig anders. Die Schläge scheinen mehr Wucht zu haben, und auch so wirkt alles viel realistischer. Wie fast jedes Beat’em’Up ist auch DoA4 perfekt für Party-Anlässe geeignet. Im Gross und Ganzen
wurden also so ziemlich alle Mängel des Vorgängers ausgemerzt.




Wichtige Links
DoAs Geschichte
  • Dead or Alive 1
    Release: Oktober 1997 für den Sega Saturn
  • Dead or Alive 2
    Release: März 2000 für die Dreamcast
  • Dead or Alive 3
    Release: März 2003 für die XBOX
  • Dead or Alive Xtreme BeachVolleyball
    Release: März 2003 für die XBOX
  • Dead or Alive: Ultimate
    Release: Februar 2005 für die XBOX
  • Dead or Alive 4
    Release: Januar 2006 für die XBOX 360


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