| 09.10.2004, 11:03 Uhr · von [LF]Dave |
 | Jens Enders gibt Auskunft über seine Ziele hier in San Franciso, die World Cyber Games 2004 und die Nordamerikanischen Burger.
| gNET Von was und wo hast Du Dich bislang ernährt? Jens Von Burgern vorallem und das mit voller Absicht, weil Burger kriegt man in Amerika besonders Gute und das möchte ich mir nicht entgehen lassen. Wobei man beachten muss, dass man die richtige Lokalität findet wie z.B. Mel's Burger Drive. Ich esse gerne Fleisch und der Mensch ist ein Aasfresser. Insofern sehe ich da keine Widersprüchlichkeiten.
gNET Wie bilanzierst Du das Grand Final bislang? Jens Alles in allem ein hervorrangend und gigantisch aufgebautes Event, wenn man es mit andern e-Sport Events vergleicht. Kleinere Kritik die man üben sollte - und Kritik ist meist das Erste das man hört und mitbekommt: Man hat die Spieler und das Turnier selber ein bisschen vernachlässigt. Das äussert sich in einer fehlenden Practicearea, wo Vorbereitung und Ablenkung für die Spieler möglich wäre. In Bezug auf das Turnier selber mit Sicherheit die Turniersystematik z.B. in WCIII das Best-of-One. Es senkt die Wahrscheinlichkeit dass der Beste das Turnier gewinnt. Ich bin 1. für Double Elimination oder z.B. Best-of-Three in der Gruppenphase in WCIII und 2. ein sinnvolleres Seeding, also kein Losverfahren wie es angewendet wurde. Das Losverfahren mit den andern Umständen lässt es noch weniger sportlich erscheinen.
gNET Wieso sind die Zuschauerränge derart leer? Jens e-Sports ist in den USA nicht so weit entwickelt, wie dies in Europa oder Asien der Fall ist. Die Gründe liegen in dem mangelnden Angebot an e-Sport Angeboten und am Mangel an Veranstaltern die sich darum kümmern, dass e-Sport gepusht wird. In Amerika ist es notwenidg, dass eine Begeisterung ausgelöst wird. Und diese ist in den Medien und Magazinen noch nicht erreicht worden. Dass die Leute verstehen, dass e-Sports eine Jugendultur und echter Sport ist. Marketingarbeit wo die Amerikaner besonders gut wären fehlt, deswegen erstaunt es mich nicht, dass es sich nicht durchgesetzt hat.
gNET Wieso hat sich ICM für San Francisco als Host-City entschieden? Jens Ich denke dass die ICM dem grössten Wettbewerber, der CPL zeigen wollte, dass sie direkt da sind und kein Problem haben ein hervorragendes Event zu organisieren. Auf der anderen Seite ist das Bewerbungsverfahren, das die WCG Host-City ermitteln sollte nicht transparent. Ich denke dass San Francisco eine Menge Geld hingelegt und gute Unterstützung angeboten hat.
gNET Was hast Du mit Deiner Coverage bislang abgedeckt? Jens Ich bin hier um mir die Arbeitsweise der WCG anzuschauen, also eine Art Konkurrenzanalyse durchzuführen, um die Schwächen zu verstehen und die Stärken für uns zu nutzen. Auf der anderen Seite, um offen, ehrlich und fair über die WCG zu berichten und auch im Sinne der ESL Kontakte zu knüpfen und um die Grundsteine für eine ESL-Amerika zu legen. Die ESL wird keine Länder und auch keine Kontinentengrenzen kennen.
Jens life is a game
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